Große Energiekonzerne müssen schnell umbauen
Anzeige
Stuttgart - Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON, verlautete, dass der Umbau des Unternehmens bis 2015 geschafft sein muss. Bereits im letzten Jahr wurde der Umbau angekündigt; wegen der Energiewende muss dieser allerdings nun schneller vollzogen werden. Auch die finanziellen Möglichkeiten der Energiekonzerne haben sich enorm verschlechtert. RWE, EnBW und Vattenfall Europe geht es in der Hinsicht nicht besser. Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen werden geplant.
Sparprogramm wird ausgeweitet
Wie die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet, könnten künftig 11.000 Stellen bei E.ON abgebaut werden. Besonders im Verwaltungsbereich soll gekürzt werden. Teyssen macht allerdings noch keine konkreten Angaben, wo wie viele Stellen gestrichen werden. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender von RWE, gab bekannt, dass bei RWE keine Köpfe gezählt werden müssen. Zwar hält er sich mit den Zahlen zum Stellenabbau zurück, aber verkündete, dass das Sparprogramm ausgeweitet wird.
Die finanziellen Mittel fehlen
Die neue Brennelementesteuer sowie das sofortige Abschalten der älteren Atommeiler führte zu hohen Belastungen bei den Energiekonzernen. Bisher ist nicht gewiss, wie diese Kapazitäten zur Stromerzeugung ersetzt werden können. Bislang kündigte noch keiner an, dafür mehr Geld investieren zu wollen. Denn hier fehlen die finanziellen Mittel. Mit Hilfe einer längeren Laufzeit der Kraftwerke sollte dieses Geld verdient werden. Jetzt müssen andere Möglichkeiten gefunden werden.

Die neuesten Energienews:
Strompreise: Bis 2025 um 70 Prozent teurer( vom 16.5.2012 )
Stromrechnung: Offshore-Kosten führen zur Erhöhung
( vom 16.5.2012 )
Strom: Deutsche zahlen weniger als Franzosen
( vom 10.5.2012 )
Energiekonzern EnBW leidet unter Energiewende
( vom 8.5.2012 )
Energiegipfel erzeugt Kritik und Hoffnung
( vom 3.5.2012 )
