Desertec liefert Wüstenstrom ab 2014
Viel schneller als prognostiziert läuft das Sahara-Solar-Projekt Desertec nun in die Vollen. Der Bau des Projektes, an welchem sich auch viele deutsche Unternehmen beteiligen, soll bereits 2012 in Marokko anlaufen. Nach seiner Fertigstellung wird der Solarparkt 500 Megawatt leisten, wie „RP ONLINE“ berichtet.
Marokkanischer Strom für Europa
Allem Anschein nach wirkt sich die Energiewende nicht nur auf die deutsche Stromversorgung aus, sondern auch auf die Entwicklung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien in anderen Teilen der Welt, auch in der nordafrikanischen Wüste. Die Gründungsmitglieder, unten welchen sich auch die Deutsche Bank Siemens, der Versicherer Münchener Rück und die Energiekonzerne Eon und RWE befinden, das Datum der Fertigstellung nach vorn rücken. Vielleicht produziert das riesige Solarkraftwerk in Marokko schon in zwei Jahren Strom für Europa. Projektleiter Erst Rauch von der Münchener Rück berichtete kürzlich: „Der Bau soll 2012 beginnen.“ Auf einer zwölf Quadratkilometer großen Fläche werden Anlagen mit einer Kapazität von 500 Megawatt errichtet werden. Das zwei Milliarden schwere Wüstenprojekt wird somit ein halbes modernes Atomkraftwerk ersetzen können.
Technischer Fortschritt
In den Konzepten von Desertec waren bisher solarthermische Kraftwerke vorgesehen. Die Sonne sollte Wasser erhitzen, wodurch einen Dampfturbine betrieben werden sollte, die wiederum Strom produziert. Solche Anlagen haben den Vorteil auch in der Nacht Strom zu produzieren. Doch nun ist ein amerikanischer Trend in Marokko angekommen. Zu Beginn des neuen Jahres soll darüber entschieden werden, welche Technologie zum Einsatz kommen wird. Die Variante der USA hat den Vorteil nur zwei Jahre Bauzeit zu beanspruchen. Doch egal, wie die Entscheidung fällt, das Projekt kommt schneller voran als erwartet: Ursprünglich war der Bau für 2015 geplant.

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