Präsidentenwechsel in der Bundesnetzagentur
Am Montag wird Jochen Homann zum neuen Präsidenten der Bundesnetzagentur. Und schon jetzt steht fest: Es wird viel Arbeit geben. Denn das Stromnetz wird zum immer größeren Problem der Energiewende. Es gibt immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien und immer weniger Kapazitäten. Wie die „Südwest Presse“ berichtet wird der Netzausbau laut Noch-Amtsinhaber Matthias Kurth „das zentrale Thema der nächsten Jahre sein“.
Bevölkerung verzögert Netzausbau
„Die Energiewende kann nur gelingen, wenn der Ausbau der Netze mit dem Ausbau der neuen Energien Schritt hält.“ Und schon bei diesem Ansatzpunkt gibt es erhebliche Probleme. Jedes zweite Netzausbauprojet verzögert sich um bis zu vier Jahre, wie die Bundesnetzagentur im letzten Monitoringbericht über den Energiemarkt offenlegte. Zurückzuführen sind sie auf den Widerstand der Bevölkerung. Verzögerte Genehmigungen oder Klagen gegen Planfeststellungsbeschlüsse verhindern den rechtzeitigen Ausbau. Lieferengpässe bei den Anlagenherstellern oder technische Probleme machen hingegen kaum etwas aus.
Derzeitige Situation
Kurth bezeichnet die aktuelle Netzsituation noch als „stabil und sicher“. „Allerdings müssen die Netzbetreiber immer häufiger in den Netzbetrieb eingreifen.“ Zwar ist Ökostrom vorhanden, aber er kann nicht transportiert werden, was zunehmend Probleme macht. Zu viel Strom muss außerdem ins Ausland abgeleitet werden, da die Netze die Strommassen nicht fassen können. Doch laut neuesten Nachrichten will Polen die Stromgrenze schließen, um ihre eigenen Netze zu schützen. Die Situation der deutschen Stromnetze wird somit immer dramatischer.

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